Social Collaboration

Social Collaboration

Die Art und Weise wie Menschen heutzutage miteinander kommunizieren hat sich in den vergangenen Jahren radikal geändert. Diese Entwicklung setzt sich seit der Etablierung des Internets kontinuierlich fort und hat ein Medium geschaffen, das nicht nur alte Kommunikationsmittel zunehmend verdrängt, sondern auch direkte durch digitale Kommunikation ersetzt hat. Brief, Telefon und Fax sind inzwischen weitgehend von der E-Mail abgelöst worden, da sie sich als effizienter und kostengünstiger erwiesen hat. Im Privatleben hat derweil längst ein weiterer Umbruch stattgefunden: Tablets und Smartphones machen ihre Besitzer immer und überall erreichbar, weshalb Nachrichten und Bilder zunehmend über Whatsapp, Facebook, Instagram, Twitter und Facebook verbreitet werden.

Kommunikation im Arbeitsalltag passt sich technischen Entwicklungen an

Was privat seit Längerem fest etabliert, für viele sogar unabdingbar ist, hält nun auch Einzug im Arbeitsalltag. Modern ausgerichtete Unternehmen haben die Effizienz der neuen Kommunikationsmedien erkannt und auch die Fachpresse beschäftigt sich vermehrt mit dem Thema „Social Collaboration“. Der Begriff bezeichnet die Nutzung neuester Technologien für die Weiterentwicklung der internen und teilweise auch externen Unternehmenskommunikation mit Kollegen, Partnern und Kunden. Der Fokus liegt darauf, die Unternehmenskommunikation zu verbessern (Real-Time Communication), den Wissenstransfer effizienter zu gestalten und die Vernetzung zu vereinfachen. Die Möglichkeit von jedem Rechner, Smartphone oder Tablet weltweit auf zentral gespeicherte Daten zugreifen zu können, fördert dabei vor allem die Zusammenarbeit dezentraler Teams.

Die Kommunikation in Echtzeit birgt jedoch auch für den Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Kunden erhebliche Vorteile: effizientere, schnellere, bessere und sicherere Kommunikation sowie orts- und zeitunabhängiges Arbeiten optimieren nicht nur Arbeitsabläufe, sondern garantieren auch eine höhere Serviceorientierung. Zum einen kann durch die Zeitersparnis mehr auf den Kunden eingegangen werden, zum anderen sind Ansprechpartner im Unternehmen für Anfragen schneller und besser zu erreichen. Indirekt kommt dem Kunden natürlich auch der interne Wissensaustausch zugute. Denn wer über ein umfangreiches Know-How verfügt, kann automatisch besseren Service bieten und verschafft sich somit einen Wettbewerbsvorteil.

Besserer Datenschutz bei geschäftlichen Netzwerken

Studien haben ergeben, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre 50% aller Großunternehmen Facebook-ähnliche soziale Netzwerke eingeführt haben werden. Bei der privaten Nutzung von Facebook und anderen Netzwerken sind viele User jedoch, oft unbewusst, recht großzügig mit der Freigabe von Bildrechten und personenbezogenen Daten. Im Arbeitsalltag trifft dies natürlich nicht zu. Wer hier netzwerkt möchte sichergehen, dass seine oder die Daten von Kunden nicht plötzlich verschwinden, auf ausländischen Servern gespeichert oder missbraucht werden. Die technischen Lösungen im Unternehmensbereich erfüllen daher die gehobenen Anforderungen im Bereich Datenschutz. So werden die zentral gespeicherten Daten ausschließlich auf deutschen Servern abgelegt, vom Nutzer absichtlich gelöschte Dateien nicht ohne sein Wissen weiter gespeichert und bei Insolvenz des Softwareanbieters besteht trotzdem Zugriff auf alles Gespeicherte. Bei Social Collaboration gilt daher: der Nutzer behält jederzeit die Hoheit über seine Daten.

Der erneute Umbruch in der Unternehmenskommunikation ist weder so erschreckend noch so revolutionär wie er auf den ersten Blick scheint. Erstens sind die neuen Kommunikationsstrukturen längst im Alltag integriert und werden nun lediglich auf die Arbeitswelt übertragen. Zweitens sind Daten bei geschäftlicher Nutzung vernetzter Kommunikation wesentlich besser geschützt als im privaten Bereich. Außerdem profitiert nicht nur das Unternehmen von der gesteigerten Effizienz, sondern auch der Kunde. Gründe genug also, um sich auf diesen erneuten Umbruch einzulassen.